Warum es dir egal sein muss, was andere über dich denken

Sorgst du dich oft darüber, was andere über dich denken? Hältst du dich in Beziehungen häufig zurück und verschweigst deine wahren Gedanken und Gefühle? In diesem Artikel erfährst du, warum es nicht egoistisch ist auch mal NEIN zu sagen und wie du dich aus dem Gefängnis fremder Erwartungen befreist.

Du willst ständig von allen gemocht werden? Du möchtest etwas Bestimmtes sagen oder tun und plötzlich überfallen dich Gedanken, was eine oder mehrere Personen wohl darüber denken könnten? Du hast oft Angst nicht zu gefallen oder abgelehnt zu werden?

Dann fließt ein Großteil deiner Energie in deine Außenwirkung und NICHT – wie es sein sollte – in die Entfaltung deiner wahren Persönlichkeit. Du tust was andere scheinbar von dir erwarten und nicht das was dich wirklich im Innern glücklich macht – sprich du bist unfrei.

Dass diese Form der Selbstverleugnung nicht nur unglücklich macht, sondern im schlimmsten Fall auch krank, habe ich am eigenen Leib erfahren. Ich musste in einem schmerzhaften Lernprozess, geprägt von Depressionen, Angstzuständen und Trauma lernen, dass man Liebe nicht durchs Nett sein verdienen kann und dass man im Leben nur vorankommt, wenn man bereit ist ganz ehrlich zu sich selbst und zu anderen zu sein und Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.

Weil mir dieses Thema sehr auf dem Herzen brennt, habe ich es zu meiner Berufung gemacht, mein Wissen, das ich über sehr viele Jahre gesammelt habe an andere Frauen weiterzugeben und sie dabei zu unterstützen, aus ihrer falschen „Freundlichkeit“ auszubrechen und zu reifen und mutigen Menschen heranzuwachsen.

Ich finde, dass es kein größeres Geschenk im Leben gibt, wie das der Freiheit. Frei zu sein in seinen Entscheidungen und aus dieser Freiheit heraus zu leben und zu lieben. Was gibt es Schöneres, wie im Herzen wirklich frei zu sein? Ich glaube, dass wir erst dann wirklich fähig sind zu lieben, wenn wir diese Freiheit ein Stück weit erlangt haben und dass ein authentisches und selbstbestimmtes Leben, welches nicht auf die Meinung der anderen gegründet ist, sondern auf eigenen Werten, der Schlüssel und das Tor zur Freiheit ist.

Wenn es dich nicht mehr kümmert, was andere von dir denken, hast du die höchste Form der Freiheit erlangt.

Warum ist dir so wichtig was andere denken?

Junge lacht-mit Buch auf seinem Schoß

Um ehrlich zu sein, diese Frage habe ich mir in der Vergangenheit selbst oft gestellt.

Während man bei Kindern noch beobachten kann, dass sie die Fähigkeit haben, völlig präsent bei sich zu bleiben – ohne darüber nachzugrübeln was andere wohl denken, haben Erwachsene die Tendenz, sich ständig zu kontrollieren.

Oftmals werden „ganze Lebensfundamente“ auf der Sorge aufgebaut „Was denken die anderen“, anstatt eigene innerste Werte und Träume zu leben.

Wie kommt es, dass Erwachsenen diese kindliche Tugend verloren gegangen zu sein scheint?

Die Antwort ist: Wir werden falsch programmiert. Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens die Erfahrung, dass er von seinen Mitmenschen verletzt oder abgelehnt wird. Das lässt uns an uns selbst und an unserem Wert zweifeln, so dass wir dazu geneigt sind, Bestätigung bei anderen zu suchen. Um Schmerz, Selbstzweifel und Ablehnung zu vermeiden, passen wir uns lieber an und hoffen, dass wir Verletzungen so umgehen können. Das funktioniert jedoch leider nicht. Wir schränken uns damit lediglich selbst ein.

Ich persönlich glaube auch, dass die Frage “Was denken die anderen” mit dem Kern unserer Existenz und unserer Identität zusammenhängt und mit der Frage „Bin ich bedingungslos geliebt?“ Erst wenn du diese Frage für dich mit “JA” beantworten kannst, kommst du innerlich zur Ruhe, weil du aufhören kannst dir und anderen deinen Wert ständig beweisen zu müssen. Dieses “JA” zu finden ist natürlich ein Prozess und meistens können wir das auch nicht immer und nicht in jedem Bereich.

Erst wenn du verstehst, wer du bist und warum du bist, kannst du bei dir bleiben, du selbst sein. Du musst die Antwort auf diese Frage als Folge nicht mehr krampfhaft im Außen suchen, bei Freunden, beim Partner, bei den eigenen Kindern oder bei Kollegen. Die unvermeidbare Erfahrung von Ablehnung, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens macht – ist dann kein vernichtendes Urteil mehr, dass deine Seele in tiefe Selbstzweifel stürzt, sondern du kannst sie wahrnehmen als das was es ist: eine andere Meinung, ein Missverständnis oder manchmal auch eine Bosheit von jemandem, der selbst keine Antwort auf seine Fragen gefunden hat.

Auch wenn ich glaube, das jeder Mensch bereits “vollständig” ist, weil er von Gott bedingungslos geliebt und gewollt ist, bin ich kein Fan von “Jeder ist sich selbst genug”. Keiner von uns ist vollkommen und wir sind nun mal Beziehungswesen, die sich ständig in anderen spiegeln. Zwar müssen wir verstehen, das unser Wert nicht von anderen (fehlerhaften) Menschen abhängig ist, aber wir brauchen dennoch Menschen, die uns (wenn das auch nicht immer gelingt) so annehmen wie wir sind, unser Bestes suchen und an uns glauben. 

Du bist wertvoll & einzigartig

Die Basis für ein glückliches Leben ist es, deinen eigenen Wert zu erkennen. Leider gibt es dafür kein Patentrezept. Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Bücher gelesen, Therapien in Anspruch genommen und viele Gespräche geführt. Diese ganzen Dinge haben mir auch zum Teil sehr weitergeholfen. Es ist jedoch nicht so, dass es plötzlich klick gemacht hat in meinem Kopf und sich dann alle Probleme in Luft auflösten. Nein, es waren harte Kämpfe und ich musste mich immer wieder dazu durchringen nicht aufzugeben.

Die wirklich großen Veränderungen in unserem Leben kommen in den meisten Fällen nicht über Nacht.

Und dennoch ist es möglich das eigene Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu stärken. Man geht einen Weg, redet mit jemandem, verändert das eigene Denken, setzt Gelerntes um und dabei kommen bestimmte Prozesse in Gang. Und nach einer Weile merkt man plötzlich, dass sich das ein oder andere verändert hat und man innerlich gereift ist. 

Mir persönlich hat der christliche Glaube wesentliche Erkenntnisse geliefert. Ich habe verstanden, dass ich aus der Sicht des Schöpfers einzigartig und wertvoll bin – genau wie jeder Mensch – dass mein Leben einen Sinn hat und das nichts in der Welt diesen Wert schmälern kann, ganz egal wie miserabel ich mich fühle.

Doch auch bei mir ist dieses Kopfwissen noch nicht vollständig ins Herz gerutscht, denn das WISSEN ist eine Sache, das FÜHLEN eine andere. Erst das richtige Verhalten und neue Erfahrungen machen neu erworbenes Denken für unser Gehirn lebendig. Du musst Stück für Stück das richtige TUN, aus der richtigen Haltung, bis deine Gefühle folgen und du mehr und mehr fühlst was du eigentlich schon ahnst – DAS DU UNGLAUBLICH WERTVOLL BIST.

Freiheit basiert auf Wahrheit

Frau Dunkelheit grübeln

Die meisten Menschen denken ständig darüber nach, was andere über sie denken könnten. Vor allem wir Frauen sind Meister darin, andere Köpfe zu analysieren, Verhaltensweisen zu interpretieren, zu vergleichen und uns auf Basis unserer gesammelten Informationen zu verbiegen

Natürlich machen wir das nur für die anderen und aus rein selbstlosen Motiven. Aber damit belügen wir uns selbst und verharren in diesem schädlichen Zustand, der uns von uns selbst und von anderen entfremdet und keine echte Nähe entstehen lässt. Ich habe das selbst über Jahre erlebt. Ich habe immer versucht noch besser zu werden. Ich dachte, wenn ich mich mehr anstrenge, dann bekomme ich endlich die Liebe, die ich mir wünsche. Aber das funktionierte nie. Stattdessen habe ich mit jedem Mal, wo ich mich verstellt oder versteckt hatte, den Respekt vor mir verloren.

Merksatz Wahrheit Freiheit

Wir müssen ehrlich werden – vor uns selbst und vor anderen – zeigen, wie verletzt wir sind, und wie unzureichend und unwürdig wir uns manchmal fühlen und wie groß unser Bedürfnis nach Anerkennung ist.

Ohne Wahrheit können wir nicht heilen. Wir müssen nicht perfekt sein, sondern echt. Es geht nicht um Selbstdarstellung und auch nicht um Leistung. Das macht es einfach und zugleich so schwierig.

Barmherzigkeit und Authentizität,
statt Ungnädigsein und Perfektion.

Wenn wir ehrlich sind, tun die meisten von uns (fast) alles dafür, anderen zu gefallen – und zwar nicht, weil wir uns von Liebe leiten lassen und uns die Meinung der anderen so sehr interessiert, sondern weil wir eine ganz tiefsitzende Angst vor Ablehnung haben und die Dinge gerne kontrollieren und im Griff haben wollen. Mit Sicherheit ist Ersteres auch oft der Fall. Häufig ist es jedoch so, dass wir einfach um jeden Preis gemocht werden wollen. Und wenn es sein muss opfern wir dafür unsere eigenen Ziele und Interessen.

Kurz gesagt: Wir machen einen großen Fehler. Wir verwechseln Liebe mit Angst – und zwar der Angst vor Ablehnung. Und damit sich dieses große Opfer für uns besser anfühlt und wir unser falsches Verhalten irgendwie rechtfertigen können, verstecken wir es dann unter dem Deckmantel der “Liebe”. Um frei zu werden müssen wir unsere Angst jedoch zugeben.

Liebe und Angst sind zwei unterschiedliche Antreiber.
Liebe macht frei. Angst nimmt gefangen.

Akzeptiere deinen Wunsch nach Liebe und Wertschätzung, aber lass dich nicht von ihm leiten

Auch Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl denken gelegentlich darüber nach, wie sie von anderen wahrgenommen werden und wünschen sich Bestätigung. Der Wunsch nach Liebe und Wertschätzung ist zunächst auch nichts Schlechtes und ein völlig natürliches Bedürfnis. Wir alle sind in gewisser Weise auf die Anerkennung durch andere Menschen angewiesen.

Die Frage ist jedoch in welchem Ausmaß brauchst du diese Bestätigung. Wenn die Anerkennung von außen der Motor für dein komplettes Handeln ist, wenn du dich ständig verstellst und dich nur dann gut fühlen kannst, wenn dir alle wohlgesonnen sind, dann befindest du dich in einem Gefängnis aus Angst und Sorgen und kannst nicht frei entscheiden was du tun willst. Du schränkst dich selbst ein, was dich langfristig vermutlich nicht glücklich macht. 

Du blockierst dich selbst mit deinen Gedanken und betreibst, um es etwas präziser auszudrücken eine Form der Sklaverei, die heißt „WAS MUSS ICH TUN DAS DU MICH LIEBST“. Aber wie das bei Sklaven so üblich ist, erhalten sie für ihre harte Arbeit keine Wertschätzung und leider auch keinen Respekt.

Wie (un)abhängig bist du von der Meinung anderer? Mache den Test?

Im Folgenden findest du heraus, ob du dir zu viele Sorgen darüber machst was andere über dich denken oder ob du eine gesunde Einstellung dir selbst und anderen gegenüber hast. Anhand der folgenden 10 Punkte kannst du prüfen, ob du in diesem Bereich Handlungsbedarf hast.

  • Jemand fragt dich etwas und du traust dich nicht zu sagen, was du wirklich denkst oder fühlst, weil du Angst hast von deinem Gegenüber abgelehnt, beschämt oder verurteilt zu werden.
  • Du tust oft Dinge, die du eigentlich gar nicht tun willst, weil du sehr darauf bedacht bist was andere von dir erwarten könnten.
  • Du bist ständig damit beschäftigt, es allen recht zu machen und stellst deine eigenen Bedürfnisse dabei völlig hintenan.
  • Du hast eine große Angst vor persönlichen Veränderungen, weil du Angst hast du könntest scheitern.
  • Es fällt dir schwer Entscheidungen zu treffen, ohne dir vorher einen Rat einzuholen. Du willst unbedingt immer alles richtig machen.
  • Du hast oft das Gefühl, dass andere wütend auf dich sind, obwohl das gar nicht stimmt.
  • Du hoffst das deine Freunde/dein Partner dir alle Wünsche und Bedürfnisse von den Augen ablesen, weil du diese nur schwer äußern kannst.
  • Autoritäten oder selbstbewussten Menschen gehst du aus dem Weg, weil ihr Auftreten dich einschüchtert.
  • Du rechtfertigst dich oft und entschuldigst dich ständig für alles, manchmal sogar für dich selbst.
  • Du hast keine eigene Meinung zu Dingen, weil du deine Meinung immer deinem Umfeld anpasst.

Ergebnis

Wenn du den Großteil der Fragen mit JA beantwortet hast, dann solltest du an deiner Einstellung und an deinem Verhalten arbeiten, damit du nicht ständig zu kurz kommst. Die Gedanken, was andere über dich denken könnten, vereinnahmen dich momentan sehr und bremsen dich förmlich aus. Du verbiegst dich ständig, um dazuzugehören und weil du den Gedanken du könntest jemandem nicht gefallen nur schwer ertragen kannst. Dein Leben ist in hohem Maße fremdbestimmt – ein äußerst stagnierender und unterfüllender Zustand, der daraus resultiert, dass du deinen Selbstwert und dein Selbstvertrauen zu sehr von anderen abhängig machst. Du hältst dich selbst klein, aus der Angst heraus andere mit deinem Verhalten zu verärgern. Du bist nur darauf konzentriert schön brav zu sein und nicht aufzufallen. Dabei bleibst du jedoch weit hinter deinem Potenzial zurück. Und nicht nur das. Mit deinem Verhalten verwehrst du der Welt viele großartige Dinge, die nur du hättest beitragen können.

Doch keine Sorge, du bist nicht alleine. So geht es sehr Frauen da draußen (me too). Die meisten Frauen betteln regelrecht um Liebe, weil sie ihren Wert nicht kennen.

Doch das muss nicht so bleiben.

Unsere Persönlichkeitsstruktur ist nicht in Stein gemeißelt und mit etwas Willenstärke, Wahrheit undAusdauer veränderbar.

Dass das definitiv so ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Früher war ich immer sehr angepasst und habe meine Meinung viel zu wenig vertreten. Das kommt zwar auch heute noch manchmal vor, aber ich habe gelernt, dass ich damit niemandem helfe, wenn ich es immer allen recht mache.

Life Coaching für Frauen

Hast du immer wieder das Gefühl "nicht gut genug" zu sein? Verschwende nicht länger dein wertvolles Potenzial und arbeite gemeinsam mit mir an deinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

Wie ich mit der Angst umgehe was die anderen denken

Du wirst von mir jetzt jedoch keine Anleitung erhalten WIE ICH ES GESCHAFFT HABE GANZ FREI ZU WERDEN VON JEGLICHER ANGST. Denn ich persönlich glaube nicht daran, dass irgendein Mensch auf dieser Erde – außer Jesus – dieses Ziel der vollkommenen Freiheit schon erreicht hat. Aber ich glaube schon, dass man Ängste überwinden und den Weg Richtung Freiheit gehen kann, so dass man ein glückliches und zufriedenes Leben führen kann.

Indem ich dir von meinen Erfahrungen berichte, möchte ich dich auf diese Reise mitnehmen und dich dabei unterstützen dein Potenzial auszuleben. Es handelt sich dabei um meine „persönliche Schatzkiste“ an Erfahrungen und Erkenntnissen, die mir geholfen haben und teilweise immer noch helfen.

Wie bereits erwähnt, bin auch ich nicht völlig frei bin von jeglicher Menschenangst. Keiner ist das. Trotzdem habe ich Rising Heart gegründet und trotzdem biete ich ein Coaching an und helfe anderen Frauen. Warum? Würde ich erst darauf warten, bis ich perfekt bin, dann könnte ich nie anfangen.

Auch heute überfällt mich noch gelegentlich die Angst, das andere dies oder jenes von mir denken könnten. Doch im Gegensatz zu früher entscheide ich mich dann bewusst dafür, genau das zu tun wovor ich Angst habe und mache keinen Rückzieher mehr und damit entziehe ich der Angst jeglichen Nährboden.

Als ich mit Rising Heart begonnen hatte, war mein ersten Gedanken:

Was denken wohl die anderen?”, „Gibt es sowas nicht schon 1000 Mal?“, „Was wenn es schief geht?“ usw.

Du kannst dir sicher vorstellen wie die Liste in meinem Kopf weiterging. Und dann habe ich mir bewusst gesagt, dass ich mich von der Angst, egal was sie mir erzählt, mit Sicherheit nicht davon abhalten lassen werde, das zu tun, was ich tun will und was aus meiner Sicht richtig ist. Und wenn es nicht jedem gefällt, dann ist das nicht mein Problem und nicht meine Grenze. Und dadurch wachse ich, reife und mache neue wertvolle Erfahrungen. Ich entwickle mich weiter und bleibe nicht stehen und gleichzeitig helfe ich anderen (hoffentlich) damit weiter.

Und das Interessante ist, das man dann Wertschätzung und Respekt bekommt, wenn man es am wenigsten beabsichtigt. Denn Menschen schätzen Authentizität und suchen eigenständige Persönlichkeiten.

„Ich verschwende mein Potenzial und meine Berufung nicht
länger wegen meiner Ängste, was andere Leute evtl. denken könnten.“

Meine 8 besten Tipps zur Überwindung der “Was denken die anderen”-Gedanken

  • MACHE EINEN REALITÄTSCHECK
    Oft sind es unsere eigenen Gedanken und unser negatives Selbstbild, das wir ungeprüft auf andere Menschen übertragen. Wir unterstellen anderen also, dass sie genauso schlecht über uns denken wie wir selbst es tun. Meistens liegen wir mit unserer Vermutung jedoch völlig daneben und unser Gegenüber denkt gar nicht das, was wir vermuten.

    Sich diese Tatsache immer wieder bewusst zu machen, oder wenn möglich, den Wahrheitsgehalt eigener Gedanken mittels eines Realitätschecks zu überprüfen, kann helfen, sich unnötigen Stress und schlechte Gefühle zu ersparen.

    Wenn du dir also genau wie ich manchmal, zu viele Gedanken darüber machst, was andere über dich denken können und deswegen nicht so richtig ins Handeln kommst, dann probiere doch einfach mal aus, der anderen Person deine Ängste mitzuteilen und schaue was passiert.

    Vielleicht machst du dann die wertvolle Erfahrung, dass es tatsächlich nur dein eigener innerer Kritiker war, der dich davon abhalten will deine Großartigkeit auszuleben. Diese Erfahrung wird dir wiederum sehr helfen, in Zukunft nicht alles zu glauben, was du so denkst.
  • SEI EHRLICH
    Zu anderen und aber vor allem auch zu dir selbst. Das bedeutet, dass du dich dafür entscheiden musst, das Nett-Sein und Angepasst-Sein aufzugeben. Keiner ist immer nett. Wir sind nicht vollkommen. Hör auf damit, deine Schwächen und deine Grenzen zu verbergen und gib Strategien auf, mittels denen du versuchst, dir Liebe zu verdienen. Denn wer sich aus falschen Motiven anpasst, der macht sich von anderen abhängig.
  • Komme vom DENKEN ins TUN
    Ich habe die Erfahrung gemacht, das sich alleine durchs Denken und Verstehen noch nicht viel verändert. Das bestätigt auch die Psychologie. Ich habe mich oft fast tot gegrübelt wie ich eine Situation lösen kann und bin dabei trotzdem keinen Schritt vorangekommen. Auch noch so viele Gespräche helfen nicht weiter, wenn man das Gelernte nicht umsetzt.

    „Erst wenn man ins Handeln kommt und aktiv wird können sich Dinge verändern und neue Wege erschließen.“

    Wir wissen oft sehr gut was in einer bestimmten Situation zu tun ist. Trotzdem tun wir das richtige oft nicht, weil wir Angst haben. Wir suchen dann solange Ausreden und Gründe bis wir uns selbst glauben. Ich habe früher auch oft gedacht, dass ich dies oder jenes nicht tun kann, einfach weil ich sehr viele Ängste hatte. Angst was andere denken, Angst vor dem Scheitern, vor Veränderung usw. Also habe ich mir immer gesagt, lass es, ES GEHT NICHT. DU SCHAFFST DAS NIEMALS. Ich dachte mir, wenn ich irgendwann keine Angst mehr habe, dann tue ich dieses oder jenes. Das Problem dabei ist, Angst geht nicht einfach so weg. Sie bleibt so lange bestehen, bis wir uns ihr stellen.

    Mut ist nichts, was manche Menschen auszeichnet und andere eben nicht. Es ist eine Einstellung und Entscheidung Dinge trotz und mit der Angst zu tun. Wenn du dich weiterentwickeln möchtest, musst du also mit der Angst losgehen. Erst wenn du das Richtige tust, verändert sich dieses unangenehme und lähmende Gefühl und du merkst, das die Dinge gar nicht so schlimm sind wie du dachtest. Versuchst du hingegen deine Ängste mit deinem Verstand zu bekämpfen und wegzudrücken, bist du machtlos. Das ist ein Kampf gegen Windmühlen – der nicht mit Kraft zu gewinnen ist, sondern mit Weisheit.

    „Wir können nur gewinnen, wenn wir unseren Ängsten ins Auge schauen, statt vor ihnen davonzurennen!”
  • VERZICHTE AUF AUSREDEN
    Wir ALLE haben negative und zum Teil sehr schmerzhafte Erfahrungen in unserem Leben gemacht, aus denen wir uns nicht immer aus eigener Kraft befreien können. Während der eine eine schwierige Kindheit hatte, wurde der andere in der Schule ausgegrenzt, geschlagen oder vom Partner verlassen. Es gibt immer Gründe für unsere Probleme und unsere daraus resultierenden schlechten „Verhaltensweisen“. Und es kann manchmal hilfreich sein, zu verstehen, warum wir denken wie wir denken und warum wir fühlen wie wir fühlen.

    Aber die Lösung ist das nicht. Alleine das Verstehen verändert noch nichts. Manchmal bringt es sogar die Gefahr mit sich, dass wir uns auf unseren Gründen ausruhen. Wir sagen uns Sätze wie „Ich bin so weil…“ oder „Ich war schon immer so…“ und sagen uns damit selbst das wir ja sowieso nichts ändern können. Eine Opferhaltung macht die ersehnte Veränderung jedoch unmöglich. Bleib nicht stehen bei deinem Schmerz und deinen negativen Erfahrungen, sondern übernimm die Verantwortung für dein Leben. Jeder Mensch, auch du, hat die Fähigkeit sich zu verändern. Mit dem einzigen Unterschied, der eine hat es eben leichter, der andere schwerer.
  • HÖR AUF ES ALLEN RECHT MACHEN ZU WOLLEN!
    Wenn dein Leben davon bestimmt wird, anderen zu gefallen und du dich ständig verbiegst, um dazuzugehören und gemocht zu werden, dann verbiegst du dich selbst. Es zählt dann nur was andere von dir erwarten. In dir ist der Glaubenssatz aktiv: „Ich werde nur geliebt und bekomme Anerkennung, wenn ich es allen anderen recht mache“. Das Problem dabei ist, das es dich nicht nur unglücklich und krank macht, sondern du suggerierst dir selbst (UND ANDEREN) damit, dass du abhängig und weniger wichtig bist und damit schwächst du auf Dauer dein Selbstwertgefühl und deine Persönlichkeit. Du machst dich selbst in deinen Augen und in den Augen der anderen unattraktiv und verlierst Anerkennung, weil die Leute spüren, dass du keine eigenständige Persönlichkeit bist sondern dich wie ein Chamäleon verhältst, das je nach Umgebung seine Farben wechselt.

    „Wirklich respektiert und wertgeschätzt wirst du erst dann, wenn du aufhörst, es allen recht machen zu wollen.“

    Ein weiterer wichtiger Aspekt, warum du aufhören solltest es jedem recht machen zu wollen ist, das du versuchst etwas zu erfüllen, was nicht zu erfüllen ist. Du kannst es nämlich nicht jedem recht machen, ganz egal wie sehr du dich anstrengst. Es wird immer Menschen geben, denen deine Einstellung, deine Worte oder dein Gesicht nicht passt. Und das ist auch okay so. Wir sind eben alle unterschiedlich und haben verschiedene Ansichten und Geschmäcker! Das kannst du nicht ändern, aber du kannst dich selbst ändern indem du aufhörst dich wie ein ängstlicher Sklave zu verhalten. Sei du selbst. Du bist genial. Es gibt nichts Schöneres wie echte Menschen. Und es ist besser ein paar wahre Freunde zu haben, als von der ganzen Welt für eine Lüge geliebt zu werden.
  • HÖR AUF DICH ZU RECHTFERTIGEN
    Wenn man von anderen abhängig ist, dann neigt man dazu, sich für alles und jeden zu rechtfertigen. Man will um jeden Preis verhindern, dass jemand schlecht über einen denkt, weil man selbst nicht so genau weiß ob man richtig ist. Dabei verlangen Menschen keine Perfektheit sondern Echtheit. Du musst also nicht alles richtig machen. Lerne vielmehr zu dir selbst zu stehen und Spannungen auszuhalten, auch wenn dein Harmoniebedürfnis das nicht möchte. Tue und sage nichts, nur weil andere sonst schlecht über dich denken könnten. Diese Haltung fördert nämlich deine Abhängigkeit. Außerdem ist es nicht die Aufgabe deines Gegenübers dich ständig zu bestätigen. Mein Rat ist daher, wenn du etwas sagst oder tust, dann stehe dazu, auch wenn es sich für dich zunächst unangenehm oder peinlich anfühlt. Man stirbt nicht von schlechten Gefühlen. Sei kein Fähnchen im Wind. Sei eine Kriegerin. Wenn du in deinen Augen einen Fehler begangen hast, sprich es aus und bitte die betreffende Person um Vergebung. Aber hör auf damit, dich ständig für dich selbst zu entschuldigen.
  • FRAGE ANDERE NICHT UM ERLAUBNIS
    Eine andere Form die eigene Unsicherheit aufrecht zu erhalten ist, wenn man probiert seine „Was denken die anderen – Ängste” zu kompensieren. Man versucht die Angst abzumildern indem man andere um Erlaubnis fragt. Kurzfristig funktioniert das auch, und man fühlt sich erleichtert, langfristig bewirkt es jedoch eine Zunahme der Angst. Zudem lernt man nicht, eigene Ideen, Wünsche und Vorhaben ohne die Zustimmung anderer Menschen umzusetzen. Für manche Menschen ist es dann unmöglich eigenständige Entscheidungen zu treffen, ohne vorher die Erlaubnis und Bestätigung von anderen einzuholen.

    Verstehe mich nicht falsch, sich Rat einzuholen wenn du nicht weiter kommt ist manchmal das einzig richtige. Wenn du aber nicht fähig bist, auch mal alleine eine wichtige Entscheidung zu treffen, dann ist das für einen erwachsenen Menschen ein nicht angemessenes Verhalten. Vielmehr führt es dazu, dass du viele tolle Ideen aufgrund deiner Sorgen und Ängsten nicht umsetzt. Warte daher nicht auf die Erlaubnis, um loszugehen.

 „If You Want to be Successful,
Stop Asking for Permission.

  • SO WICHTIG BIST DU AUCH WIEDER NICHT
    Ein Satz der mir persönlich geholfen hat. Wenn man sich zu viele Gedanken macht, was die anderen über einen denken, dann vergisst man häufig eine wichtige Sache. Die anderen haben oft gar nicht so viel Interesse daran, rund um die Uhr über einen nachzudenken, weil sie ihre eigenen Gedanken und Sorgen haben. Sich bewusst zu machen, das man nicht der Mittelpunkt der anderen ist, kann daher hilfreich sein auf diesem Weg.
  • NUTZE DIE KRAFT DER GEMEINSCHAFT
    Meine persönliche Erfahrung besagt: Ohne gute Beziehungen kommt man nur bedingt voran im Leben. Wir brauchen Menschen, die an uns glauben und uns in schweren Zeiten pushen. Außerdem nehmen wir uns selbst manchmal nur verzerrt oder unvollständig wahr. Wir brauchen ein Gegenüber, einen Spiegel, der uns dabei hilft, uns und unser Verhalten zu erkennen, zu reflektieren und zu korrigieren. Ich selbst habe das Glück tolle Menschen in meinem Leben zu haben. Und ich hatte immer wieder wunderbare Begegnungen mit Menschen, die mein Leben bereichert haben. Diese haben mir wesentlich dabei geholfen, mich weiterzuentwickeln, indem sie mich immer wieder ermutigt haben und mich an meine Stärken erinnert haben.

    Wer solche Menschen in seinem Leben hat, der hat einen wirklichen Schatz gefunden. Insbesondere Frauenfreundschaften können sehr heilsam sein. Leider ist es in unserer Gesellschaft häufig so, dass Frauen sich eher als Konkurrentinnen wie als Verbündete sehen. Statt sich gegenseitig zu unterstützen versucht man sich klein zu halten. Eine unreife Haltung von der keiner was hat. Viel schöner und erfüllender ist es, sich gegenseitig zu stärken.

    Finde Menschen in deinem Umfeld, die dich in deiner Entwicklung unterstützen und die du ebenfalls unterstützen kannst. Wo du solche Menschen findest? Überall, indem du offen bist, dich für andere interessierst, ihnen zuhörst und ihnen Wertschätzung entgegenbringst.

FAZIT

Wer ständig nur damit beschäftigt ist, wie er bei anderen ankommt und was andere denken, der vergräbt nicht nur sein wertvolles Potenzial, sondern schwächt mit seinem Verhalten auf Dauer sein Selbstwertgefühl und schädigt mit seiner „falschen Freundlichkeit“ und seiner Abhängigkeit seine Beziehungen. Nicht selten wird dann nämlich auch die Freiheit nahe stehender Bezugspersonen eingeschränkt, indem man sie dazu drängt sich zu rechtfertigen und zu beweisen, um das eigene chronische Misstrauen – das durch eigenes krankes Gedankengut auf andere projiziert wird – zu minimieren.

Ich finde es sehr wichtig, sich ehrlich für unsere Mitmenschen und deren Meinung zu interessieren. Wir haben genug selbstsüchtige und lieblose Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht gelernt haben sich auch mal anzupassen und eigene Bedürfnisse hintenan zu stellen.

Entscheidend ist vielmehr die Motivation dahinter. Ehrliches Interesse bereichert dein Leben und das von anderen und schafft Verbindung und Nähe. Eine ängstlich-angepasste und manchmal unterwürfige Haltung hingegen, die nur darauf abzielt anderen zu gefallen, dazuzugehören und von ihnen gemocht zu werden, ist nicht nur egoistisch, sondern auch verdammt schädlich.

Zu lernen, sich von der Meinung anderer unabhängig zu machen und zu einer eigenständigen Persönlichkeit heranzuwachsen ist für die meisten Frauen sehr wichtig. Denn nur so ist ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben möglich – von dem man selbst und andere satt werden.

Ich hoffe sehr, dass dich dieser Artikel inspiriert hat, ein Stück mehr du selbst zu sein!

Hinterlasse mir gerne hier unter dem Beitrag ein Kommentar, wie dir der Artikel gefallen hat und was du für dich mitnehmen konntest.

Herzliche Grüße 
Vanessa

Vanessa

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